Im gut besuchten Ratssaal des alten Hamborner Rathauses fand am 16. September 2026 die dritte Veranstaltung der Hamborner Rathaus-Vorträge statt. Diesmal widmete sich das Vorstandsmitglied Michael Voith der Zeit des Nationalsozialismus im Hamborner Stadtteil Marxloh und wies gleich zu Anfang auf die Aktualität der mit der historischen Betrachtung verbundenen Fragen zum Umgang mit Demokratie und totalitärem Regime hin. Anhand von repräsentativen Beispielen zeigte der Referent die Entwicklung in Marxloh während der zwölf Jahre der NS-Zeit auf. So wurde das vielfältige jüdische Leben, das sich während der Weimarer Zeit vor allem auf der Weseler Straße entwickelt hatte, vollkommen ausgelöscht. An weiteren ausgewählten Aspekten wie den Umbenennungen von Straßen, der Kinderlandverschickung von Hamborn aus, der Marxloher Kinolandschaft und den damaligen Filmvorführungen, den vom Regime organisierten Großveranstaltungen beispielsweise im Schwelgernstadion sowie den Auswirkungen des „totalen Krieges“ wie der zunehmenden Bombenangriffe und der Heranziehung der jungen Menschen zu Pflicht- und Militärdiensten hatten einschneidende Folgen für das Leben der Menschen in Marxloh während des Dritten Reichs.
Im Jahr 2026 hat eine neue Vortragsreihe begonnen, die der stellv. Vorsitzende unseres Heimatvereins, Thorsten Fischer, ins Leben gerufen hat. In enger Kooperation mit dem Hamborner Bezirksmanager Andreas Geisler und der Kulturmanagerin Kerstin Keutel finden im Sitzungssaal des Hamborner Rathauses regelmäßig Vorträge zur Hamborner Geschichte und Kulturveranstaltungen statt.
Einladung zur 3. Veranstaltung im Rahmen der
„Hamborner Rathaus-Vorträge“
Datum: 16. September 2026
Uhrzeit: 17.30 Uhr
Ort: Rathaus Hamborn
Duisburger Str. 213 (Sitzungssaal)
Michael Voith Marxloh 1933 – 1945
Die zwölfjährige Terrorherrschaft des sogenannten „tausendjährigen Reichs“ hinterlief auch im Hamborner Stadtteil Marxloh tiefe Spuren. So wurde das vielfältige jüdische Leben, das sich besonders in der Zeit der Weimarer Republik so rege entwickelt hatte, von den Nationalsozialisten vollständig ausgelöscht. Doch durch Propaganda und Kontrolle bestimmte die NS-Diktatur auch den Alltag der gesamten Bevölkerung, die ab 1939 mit den zunehmenden Belastungen durch die Kriegsereignisse leben musste. Der Vortrag geht ausgewählten Aspekten wie Umbenennungen von Straßen, Kinderlandverschickung, Kinolandschaft und den Auswirkungen des „totalen Krieges“ während des Dritten Reiches in Marxloh nach.
Für den Vortrag in der Brotfabrik Overbeck zur Geschichte der Familie Schulte Marxloh im Rahmen der Duisburger Akzente 2024 mussten noch viele Stühle herbeigebracht werden. Das Motto der diesjährigen Akzente lautet „Familienbande“. Jörg Weißmann ging auf die mehrere hundert Jahre alte Geschichte der weitverzweigten Familie ein.
Mit über 113 Höfen war die Familie Schulte – Marxloh verbunden. Dies konnte man an einer Übersichtskarte des Duisburger Norden und den umliegenden Ortschaften gut erkennen. Zur großen Freude waren bei den Besuchern 3 Familienstämme, nämlich Atrops, Blumbach und eine geborene Gisela Schulte-Marxloh vertreten.
Heimatverein Hamborn Familie Schulte Marxloh Duisburger Akzente 1
Heimatverein Hamborn Familie Schulte Marxloh Duisburger Akzente 2
Heimatverein Hamborn Familie Schulte Marxloh Duisburger Akzente 3
Heimatverein Hamborn Familie Schulte Marxloh Duisburger Akzente 4
Die Geschichte der Familie Schulte-Marxloh ist eng mit dem Stadtteil Marxloh verknüpft. Denn die Keimzelle Marxlohs war ein Schultenhof, der erstmalig im Jahr 1421 urkundlich erwähnt wurde. Über Jahrhunderte be- stimmte die Familie die Hofesgeschichte im Duisburger Norden. Durch die Industrialisierung wurden die Ländereien der Familie zu Bauland und dien- ten der Entstehung des Stadtteils. Zuvor knüpfte die Familie mit über 100 Höfen in der Umgebung eine umfangreiche und enge Familienbande, die Stoff für viele amüsante und spannende Geschichten bietet.
Eine vorherige Anmeldung ist wegen der begrenzten Sitzplätze erforderlich.
Auf einem Rundgang durch den Volkspark Schwelgern erkunden wir die natürlichen Gegebenheiten des alten Rheinlaufes. Wir beschäftigen uns mit den großen Hochwässern des 19. und 20. Jh. und verfolgen die endgültige Trockenlegung des ehemaligen Bruchgeländes.
Führung: Michael Voith Treffpunkt: Willy-Brandt-Ring (auf der WESTseite des Schwelgernparks, wo die Lkw parken), an der Freitreppe zum Park. Zur Hilfe eine Kartendarstellung (bitte anklicken). Anmeldung: per Email () oder per Telefon (01631364237). Max. 20 Personen in der Reihenfolge der Anmeldung. Achtung: eine Anmeldung ist zwingend erforderlich!
Die Führung ist kostenlos. Es wird um eine freiwillige Spende für den Heimatverein Hamborn e.V. gebeten.
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