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Veranstaltung – Der Widerstandskreis der Germania Brotfabrik

Heimatverein Hamborn Brotprozesse Bild 01

Nach der Enttarnung des Netzwerkes rund um die Germania Brotfabrik Anfang 1935 kam es zu Massenverhaftungen von Brotfahrern. Jörg Weißmann vom Heimatverein Hamborn e.V. hielt im Rahmen des VHS Herbstprogramms 2026 einen Vortrag zu den „Brotfahrer-Prozessen“ vor 90 Jahren. Der Vortrag beleuchtete die Entstehung der Brotfabrik Germania und die spätere Übernahme durch August Kordahs. Anschließend wurde ausführlich die Entstehung der Widerstandsgruppe dargestellt. Weißmann ging besonders auf die Biographien von August Kordahs, Johanna Niederhellmann und Herman Runge ein. 167 Widerständler wurden im Juli 1936 vor dem Oberlandesgericht Hamm und dem Volksgerichtshof zu hohen Gefängnis- und Zuchthausstrafen wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ verurteilt. Der Vortrag bot Anlass für viele Fragen.

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Gut angekommen: Vortrag zu den Gaststätten in Bruckhausen und Alsum

Vorsitzender Jörg Weißmann stellte im Rahmen der Kurzvortragsreihe „Zwischen Pils und Schnitzel“ den 2. Teil der Gaststättenserie vor. Nach den Gaststätten in Neumühl folgten nunmehr die historischen Gaststätten von Alsum und Bruckhausen. Während und vor allem nach dem Vortrag wurden viele Dönekes zu den Einzelnen Gaststätten und zum Stadtteil Bruckhausen ausgetauscht.

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1. Veranstaltung der Hamborner Rathaus-Vorträge

Bericht: 1. Veranstaltung der Hamborner Rathaus-Vorträge

Im Jahr 2026 beginnt eine neue Vortragsreihe, die der stellv. Vorsitzende unseres Heimatvereins, Thorsten Fischer, ins Leben gerufen hat. In enger Kooperation mit dem Hamborner Bezirksmanager Andreas Geisler und der Kulturmanagerin Kerstin Keutel sollen im Sitzungssaal des Hamborner Rathaus regelmäßig V orträge zur Hamborner Geschichte und Kulturveranstaltungen stattfinden.

Am 7. Mai fand die erste Veranstaltung im Rahmen der neuen Reihe „Hamborner Rathaus-Vorträge“ statt. Der Sitzungssaal des Hamborner Rathauses füllte sich rasch mit unseren Mitgliedern und zahlreichen weiteren interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern. In seinem Vortrag widmete sich der Historiker Thorsten Fischer
dem Thema „Arbeit, Wohnen, Nachbarschaft: Das Dichterviertel in Duisburg- Obermarxloh“. Unser stellvertretender Vorsitzender zeichnete zunächst die Entwicklung Hamborns nach, die eng mit Industrialisierung, Bergbau und Werkswohnungsbau verbunden ist. Der rasche Aufstieg Hamborns vom größten Dorf im Kaiserreich zur Großstadt wurde dabei vor allem am Beispiel des Thyssen-Bergbaus deutlich.

In einem zweiten Teil ging es um die Wohnungsnot und den Bau der ersten Arbeitersiedlungen. Durch den starken Zuzug von Arbeitskräften entstanden neue Wohngebiete in unmittelbarer Nähe der Zechen und Hüttenwerke. Das Dichterviertel wurde größtenteils zwischen 1902 und 1914 für Bergleute der Schachtanlage „Friedrich Thyssen I/VI“ errichtet und gilt als größte Duisburger Arbeitersiedlung. Seinen Namen erhielt es durch Straßennamen wie Goethe-, Schiller-, Körner-, Kleist- oder Uhlandstraße. Die Siedlung zeigt einen regelmäßigen Grundriss mit rechtwinkligen Straßen und überwiegend zwei- bis dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern. Zugleich sorgten Eckbauten, unterschiedliche Fassaden, Fensterformen, Putz- und Klinkerflächen sowie Jugendstilornamente für architektonische Abwechslung.

Bereits in der ersten Bauphase entstand 1903/04 an zentraler Stelle die katholische Kirche St. Norbert. Das am Goetheplatz gelegene Gotteshaus entwickelte sich rasch zum religiösen Mittelpunkt in der Kolonie. Der Vortrag machte zudem deutlich, dass das Leben in der Kolonie von Nähe zur Arbeit, bezahlbarem Wohnraum und Nachbarschaft geprägt war, zugleich aber auch von Abhängigkeit, Kontrolle und beengten Wohnverhältnissen.

Da das Dichterviertel zudem als „rotes Viertel“ galt, konzentrierte sich der letzte Abschnitt auf den Kampf zwischen SA und Kommunisten Anfang der 1930er Jahre im „Goetheviertel“. Dass es auch Widerstand gegen die Nationalsozialisten gab, zeigte Fischer eindrücklich am Schicksal des Bergarbeiters Kurt Spindler, der in der Kleiststraße wohnte und im KZ ermordet wurde. Da die erste Veranstaltung ein so großer Erfolg war, wird die Reihe in diesem Jahr mit weiteren Vorträgen fortgesetzt.

Der Vorstand des Heimatvereins dankt allen, die an der Veranstaltung teilgenommen haben.

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Stammtisch Oktober mit Vortrag zur Hamborner Straßenbahngesellschaft kam gut an


Am 9. Oktober fand in der Georgsklause im Rahmen der neuen Reihe „Zwischen Pils & Schnitzel“ die zweite Veranstaltung statt. Der Vortrag von Thorsten Fischer „Auf dem Weg zur Großstadt: vor 115 Jahren gründet Hamborn eine eigene Straßenbahngesellschaft“ war hervorragend besucht. In seinem reichbebilderten Vortrag rückte Fischer die Gründung einer eigenen Hamborner Straßenbahngesellschaft in den Vordergrund und ging auf viele weitere  Großstadtprojekte ein, welche die junge Stadt Hamborn bis zum Ersten Weltkrieg umsetzte.  Natürlich stand auch der Anfang des Jahres vom Heimatverein erworbene Straßenbahn-Triebwagen 23 im Mittelpunkt. An diesem Abend nahmen Silke Mansfeld, stellvertretend für ihren Vater Hartmut Seelbach, und Frau Christel Pohl ein in limitierter Auflage gestaltetes Hamborner Heimatbuch entgegen. Beide erhielten das Buch für besondere Verdienste um den Heimatverein.

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Vortrag „Das Kriegsende in Hamborn a.R. vor 80 Jahren“ kam gut an

Der Vortrag von Jörg Weißmann über „Das Kriegsende in Hamborn a.R. vor 80 Jahren“ in der Ev. Friedenskirche war sehr gut besucht. Die Befreiung Hamborns durch die Amerikaner am 28. März 1945 unter Mitwirkung des Zahnarztes Dr. Max Tritschler aus Marxloh war u.a. Gegenstand des Vortrags. Die starke Zerstörung der Abtei Hamborn machten das Ausmaß der Bombardierungen sichtbar. Zahlreiche Fotos und Dokumente der Kriegs-, und Nachkriegszeit erzählten vom Kriegsende und den Bedingungen in Hamborn a.R.