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Mitgliederbrief September 2026

Liebe Mitglieder,

anbei unser Mitgliederbrief September 2026. Der Vorstand freut sich darüber in den kommenden Wochen zahlreiche Veranstaltungen anbieten zu können. Auch dieses Jahr beteiligt sich der Heimatverein am Tag des offenen Denkmals, am 13. September 2026. In enger Kooperation mit der Unteren Denkmalbehörde präsentieren wir gemeinsam mit dem Löschzug 310 der Feuerwehr den sogenannten Triebwagen TW 23 von 1912. 

Bereits im Vorfeld hat unser Triebwagen TW 23 große Aufmerksamkeit erzeugt. Eine Pressemitteilung der Stadt Duisburg zum Tag des offenen Denkmals 2026, sowie ein Instagram Beitrag, zeugen davon.

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Mitgliederbrief Juli 2026

Liebe Mitglieder,

anbei unser aktueller Mitgliederbrief von Juli 2026. Am kommenden Donnerstag, 23. Juli 2026 um 17.30 Uhr, hält Thorsten Fischer einen weiteren  „Hamborner Rathaus-Vortrag“.  

Er lautet:

Hamborn auf dem Weg zur Großstadt 1900 – 1911

Rathausneubau, Verwaltung und Siedlungsentwicklung

Die Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungshinweis. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Vorstand freut sich wieder über eine rege Beteiligung. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.

Mit besten Grüßen

Jörg Weißmann
Vorsitzender des Heimatverein Hamborn e.V.
 Vereinte Stadtteile Alt-Hamborn, Fahrn, Marxloh, Neumühl, Röttgersbach

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So war die Führung „Rund um die Morians – Mühle“

Schon Wochen vorher war die Führung „Morians Mühle – Der Ursprung von Neumühl“ ausgebucht. Jörg Weißmann, Vorsitzender des Heimatverein Hamborn e.V., führte die Teilnehmer entlang der ehemaligen Eisenbahntrasse und der Emscher zur Moriansmühle.Die Morians Mühle oder Neue Mühle ist namensgebend für den Stadtteil Neumühl bzw. Schmidthorst-Neumühl. Wassermühlen, als Korn-,  Öl-, oder Walkmühlen, die für die Textilindustrie von besonderen Bedeutung waren, prägten die Entwicklung des Duisburger Norden. Neben der ursprünglichen Mühle entwickelte sich auf der anderen Emscherseite eine weitere Mühle, die über eine Wehr miteinander verbunden waren. Neben dem Mühlenbetrieb gab es eine Gaststätte und die erste Posthalterei.zeigt Weißmann zeigte wieder zahlreiche historische Ansichten von der Mühle und deren Umgebung aus seiner Privatsammlung. Höhepunkt der Führung war die von Weißmann organisierte Führung rund um die heutige sanierte Mühle mit den jetzigen Eigentümern (links im Bild).  Alle Teilnehmer waren begeistert und beeindruckt, was die Eigentümer aus dem historischen Gebäude gemacht haben. Jetzt wohnen 2 Generationen glücklich an einem historischen Ort unter einem Dach.

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1. Veranstaltung der Hamborner Rathaus-Vorträge

Bericht: 1. Veranstaltung der Hamborner Rathaus-Vorträge

Im Jahr 2026 beginnt eine neue Vortragsreihe, die der stellv. Vorsitzende unseres Heimatvereins, Thorsten Fischer, ins Leben gerufen hat. In enger Kooperation mit dem Hamborner Bezirksmanager Andreas Geisler und der Kulturmanagerin Kerstin Keutel sollen im Sitzungssaal des Hamborner Rathaus regelmäßig V orträge zur Hamborner Geschichte und Kulturveranstaltungen stattfinden.

Am 7. Mai fand die erste Veranstaltung im Rahmen der neuen Reihe „Hamborner Rathaus-Vorträge“ statt. Der Sitzungssaal des Hamborner Rathauses füllte sich rasch mit unseren Mitgliedern und zahlreichen weiteren interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern. In seinem Vortrag widmete sich der Historiker Thorsten Fischer
dem Thema „Arbeit, Wohnen, Nachbarschaft: Das Dichterviertel in Duisburg- Obermarxloh“. Unser stellvertretender Vorsitzender zeichnete zunächst die Entwicklung Hamborns nach, die eng mit Industrialisierung, Bergbau und Werkswohnungsbau verbunden ist. Der rasche Aufstieg Hamborns vom größten Dorf im Kaiserreich zur Großstadt wurde dabei vor allem am Beispiel des Thyssen-Bergbaus deutlich.

In einem zweiten Teil ging es um die Wohnungsnot und den Bau der ersten Arbeitersiedlungen. Durch den starken Zuzug von Arbeitskräften entstanden neue Wohngebiete in unmittelbarer Nähe der Zechen und Hüttenwerke. Das Dichterviertel wurde größtenteils zwischen 1902 und 1914 für Bergleute der Schachtanlage „Friedrich Thyssen I/VI“ errichtet und gilt als größte Duisburger Arbeitersiedlung. Seinen Namen erhielt es durch Straßennamen wie Goethe-, Schiller-, Körner-, Kleist- oder Uhlandstraße. Die Siedlung zeigt einen regelmäßigen Grundriss mit rechtwinkligen Straßen und überwiegend zwei- bis dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern. Zugleich sorgten Eckbauten, unterschiedliche Fassaden, Fensterformen, Putz- und Klinkerflächen sowie Jugendstilornamente für architektonische Abwechslung.

Bereits in der ersten Bauphase entstand 1903/04 an zentraler Stelle die katholische Kirche St. Norbert. Das am Goetheplatz gelegene Gotteshaus entwickelte sich rasch zum religiösen Mittelpunkt in der Kolonie. Der Vortrag machte zudem deutlich, dass das Leben in der Kolonie von Nähe zur Arbeit, bezahlbarem Wohnraum und Nachbarschaft geprägt war, zugleich aber auch von Abhängigkeit, Kontrolle und beengten Wohnverhältnissen.

Da das Dichterviertel zudem als „rotes Viertel“ galt, konzentrierte sich der letzte Abschnitt auf den Kampf zwischen SA und Kommunisten Anfang der 1930er Jahre im „Goetheviertel“. Dass es auch Widerstand gegen die Nationalsozialisten gab, zeigte Fischer eindrücklich am Schicksal des Bergarbeiters Kurt Spindler, der in der Kleiststraße wohnte und im KZ ermordet wurde. Da die erste Veranstaltung ein so großer Erfolg war, wird die Reihe in diesem Jahr mit weiteren Vorträgen fortgesetzt.

Der Vorstand des Heimatvereins dankt allen, die an der Veranstaltung teilgenommen haben.